CO2-Reduktion

Weltweit steigen das Bedürfnis nach Mobilität und damit die Nachfrage nach Automobilen. Dies ist für Automobilhersteller eine gute Nachricht, nicht jedoch mit Blick auf den globalen Klimawandel. Noch immer tragen Automobile in hohem Maße zur menschlich verursachten weltweiten CO2-Emission bei. Daher hat die Europäische Union im Jahr 2009 die erlaubte Menge an CO2-Emissionen gesetzlich begrenzt. Ab dem 01. Januar 2012 gilt eine durchschnittliche CO2-Emission von neu zugelassenen Fahrzeugen von 130g/km und ein für 2020 geltendes Emissionsziel von 95 g CO2/km. Überschreiten die Hersteller von Personenkraftwagen ab 2012 eine für sie geltende Zielvorgabe, so erhebt die Europäische Kommission eine Strafabgabe. Ähnliche Bestimmungen gibt es auch in anderen Ländern, wie den USA.

Die Kunden des SHW-Konzerns stehen somit vor der Herausforderung, tragfähige Konzepte entwickeln zu müssen, um zukünftig geltende CO2-Grenzwerte oder Verbrauchsvorschriften einhalten zu können. Gleichzeitig müssen sie auf sich verknappende Erdölreserven reagieren. Zur Erreichung dieser Ziele setzt die Automobilindustrie auf Maßnahmen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs, insbesondere die Steigerung der Effizienz der Verbrennungsmotoren und Senkung des Fahrzeuggewichts, aber auch auf die Entwicklung und Vermarktung von alternativen Antriebskonzepten.

Der SHW-Konzern hat bereits frühzeitig mit der Forschung und Entwicklung von CO2-reduzierenden Produkten begonnen. Auch zukünftig will das Unternehmen seine Kunden als ein führender Technologiepartner mit Produkten beliefern, die zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emission beitragen.

Mit der Herstellung verbrauchsoptimierter Pumpen bietet der SHW-Konzern eine Möglichkeit der Effizienzsteigerung. Der SHW-Konzern entwickelt und produziert beispielsweise variable und kennfeldgesteuerte Ölpumpen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie nur in dem Umfang arbeiten, in dem sie tatsächlich benötigt werden. Ist das nicht der Fall, werden sie vom Motor entkoppelt und verringern dadurch dessen Kraftstoffverbrauch. Auch die elektrisch betriebenen Pumpen für Hybridfahrzeuge können zur Kraftstoffersparnis beitragen, da sie einen geringeren Strombedarf haben und damit letztlich den Verbrennungsmotor entlasten.

Der SHW-Konzern stellt verschiedene Bauteile für variable Nockenwellenversteller, wie beispielsweise Kettenräder, Rotoren, Statoren und Signalgeberscheiben, sowie komplette Nockenwellenverstelleinheiten her. Nockenwellenversteller verringern den Verbrauch und führen zu einer Verbesserung des Leistungs- und Drehmomentverlaufs des Motors. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der CO2-Emission geleistet. Durch die Herstellung der Bauteile aus Aluminium wird zusätzlich das Gewicht reduziert, was wiederum zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs beiträgt.

Der SHW-Konzern plant, seine Produkte auf die Reduktion der CO2-Emission zu optimieren und neue Pumpen und Motorkomponenten zu entwickeln. Möglichkeiten ergeben sich beispielsweise im Bereich neuer Antriebstechnologien.